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Aktuelles:
05.08.10
ERIH Jahreskonferenz 2010 27.-29. October 2010 in Barcelona, Spanien
Anmeldefrist läuft bis zum 30. September 2010.
28.07.10
Historisches Steinkohlebergwerk "Guido" ausgezeichnet
ERIH-Ankerpunkt Historisches Steinkohlebergwerk "Guido" in Zabrze (Polen) als "Botschafter...
19.07.10
Tage der Industriekultur Rhein-Main 2010 - Automatisch gut!
Vom 10. bis 15. August 2010 dreht sich alles wieder um Industriekultur bei den "Tagen der...
Saarländisches Bergbaumuseum
Niederbexbacher Straße
66450 Bexbach
Saarland
Germany
Tel +49 (0) 06826 - 4887
Webseite >>
Das Objekt
Wer tief in die Vergangenheit schauen will, muss erst einmal hoch hinaus. Die Einfahrt in das 1934 im Hindenburgturm eingerichtete Saarländische Bergbaumuseum in Bexbach beginnt in 40 Meter Höhe. Von hier hat man den besten Blick auf das „übersehene Saarrevier“ der Saarpfalz.
Das Kohle machen, lockte auch den Zweibrücker Advokaten und liberalen Paulskirchenabgeordneten August Ferdinand Cullmann. Seit 1879 betrieb er die Grube Frankenholz und machte sie mit über 3000 Beschäftigten zur Größten im Südwesten. Preußen förderte Kohle in der Grube Wellesweiler, ebenso Bayern bis in das Jahr 1936 in der 1817 eröffneten Staatsgrube Mittelbexbach. 1954 ging die Bexbacher Schachtanlage St. Barbara in Betrieb. Von dort aus wurde nun auch Frankenholzer Kohle gefördert. Mit ihrer Schließung kam 1959 auch für Frankenholz das Aus.
Schneller war es mit der Grube „Consolidirtes Nordfeld“ bei Höchen vorbei. Eine Aktiengesellschaft rüstete 1899 hier mit modernster Fördertechnik zum Aktienschwindel auf. Ein falsches Gutachten versprach reiche Kohlevorkommnisse, hinterließ jedoch 7,5 Millionen Reichsmark Schulden. Zwei historische Wanderwege führen zu den Resten der beiden Privatgruben. Mit der damals längsten Drahtseilbahn der Welt schwebte die Frankenholzer Kohle zum Bexbacher Bahnhof. Von dort fuhr seit 1849 die erste Eisenbahn im Saarrevier fuhr seit 1849 von Bexbach zur Rheinschanze, dem heutigen Ludwigshafen.
Großfotos im Treppenhaus des Hindenburgturms erinnern an die Grubenanlagen, Küche und Schlafstube im Original an das Leben der Bergmannsfamilien. Über Geologie, Gewinnungstechnik, Industriegeschichte des Saarbergbau informiert der Weg zu Waschkaue und Lampenstube. Hier fährt man in einen 200 Meter langen Stollen ein: Anfassen ist in Originalgeräuschkulisse erlaubt. Nach der Schicht gibt es auf Anfrage eine „Halbschicht“ (Wurst und Weck) oder ein „Kaffeeblech“ (Kaffee und Kuchen). Das Museum umgibt ein Blumengarten. An dessen Rand liegt der Monte Barbara, eine ehemalige, begrünte Bergehalde, auf deren Plateau eine Barbarastatue steht.
Das Kohle machen, lockte auch den Zweibrücker Advokaten und liberalen Paulskirchenabgeordneten August Ferdinand Cullmann. Seit 1879 betrieb er die Grube Frankenholz und machte sie mit über 3000 Beschäftigten zur Größten im Südwesten. Preußen förderte Kohle in der Grube Wellesweiler, ebenso Bayern bis in das Jahr 1936 in der 1817 eröffneten Staatsgrube Mittelbexbach. 1954 ging die Bexbacher Schachtanlage St. Barbara in Betrieb. Von dort aus wurde nun auch Frankenholzer Kohle gefördert. Mit ihrer Schließung kam 1959 auch für Frankenholz das Aus.
Schneller war es mit der Grube „Consolidirtes Nordfeld“ bei Höchen vorbei. Eine Aktiengesellschaft rüstete 1899 hier mit modernster Fördertechnik zum Aktienschwindel auf. Ein falsches Gutachten versprach reiche Kohlevorkommnisse, hinterließ jedoch 7,5 Millionen Reichsmark Schulden. Zwei historische Wanderwege führen zu den Resten der beiden Privatgruben. Mit der damals längsten Drahtseilbahn der Welt schwebte die Frankenholzer Kohle zum Bexbacher Bahnhof. Von dort fuhr seit 1849 die erste Eisenbahn im Saarrevier fuhr seit 1849 von Bexbach zur Rheinschanze, dem heutigen Ludwigshafen.
Großfotos im Treppenhaus des Hindenburgturms erinnern an die Grubenanlagen, Küche und Schlafstube im Original an das Leben der Bergmannsfamilien. Über Geologie, Gewinnungstechnik, Industriegeschichte des Saarbergbau informiert der Weg zu Waschkaue und Lampenstube. Hier fährt man in einen 200 Meter langen Stollen ein: Anfassen ist in Originalgeräuschkulisse erlaubt. Nach der Schicht gibt es auf Anfrage eine „Halbschicht“ (Wurst und Weck) oder ein „Kaffeeblech“ (Kaffee und Kuchen). Das Museum umgibt ein Blumengarten. An dessen Rand liegt der Monte Barbara, eine ehemalige, begrünte Bergehalde, auf deren Plateau eine Barbarastatue steht.
