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05.08.10
ERIH Jahreskonferenz 2010 27.-29. October 2010 in Barcelona, Spanien
Anmeldefrist läuft bis zum 30. September 2010.
28.07.10
Historisches Steinkohlebergwerk "Guido" ausgezeichnet
ERIH-Ankerpunkt Historisches Steinkohlebergwerk "Guido" in Zabrze (Polen) als "Botschafter...
19.07.10
Tage der Industriekultur Rhein-Main 2010 - Automatisch gut!
Vom 10. bis 15. August 2010 dreht sich alles wieder um Industriekultur bei den "Tagen der...
Salzmuseum
Musée département du Sel
Porte de France
57630 Marsal
France
Tel +33 (0) 387 - 350150
Webseite >>
Das Objekt
Marsals Existenz ist auf Salz gebaut. Das Dorf im Saulnois, zu Deutsch „Salzgau“ entlang des Flüsschen Seille entstand auf einem Scherbenhaufen. Denn in Tonbechern trocknete rund 1000 Jahre vor Christus die aus Salztümpeln gewonnene Sole. Den fertigen Salzkuchen schlug man aus der Form und warf deren Reste auf einen Haufen. Geschätzte vier Millionen Kubikmeter Tonscherben durchziehen die Gegend dank der sogenannten „Briquetage“-Technik. Heute sind die Spuren der Salzproduktion in Marsal getilgt. Salz liebende Pflanzen schätzen bis heute Grund und Boden, während Salz liebende Menschen mit dem örtlichen Salzmuseum Vorlieb nehmen.
Ohne Salz ist alles fad. Auch die Macht verlangte nach kostbarer Würze. So wundert es nicht, dass in der Salzsiedlung Marsal bereits im 13. Jahrhundert Salinen und Bollwerke auf Geheiß des Bischofs von Metz zusammen gehörten. Klerus und Adel kämpften um das Salz. 1663 nimmt sich Festungsbaumeister Vauban im Auftrag des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Marsal vor. Während Moyenvic, Chateau-Salins und Dieuze weiter Salz fördern, sammelt Marsal seit 1699 als Garnisonsstadt mit sieben Bastionen Soldaten, bis 1870 Teile der Anlage geschleift werden.
Das Salzmuseum Marsal vereinigt Militär- sowie Technikgeschichte. In der „Porte de France“, dem ehemals von Vauban errichteten Stadttor neben der Kaserne zeigen Nachbauten eines Salzofens und von „Briquetagen“ genannten Gestängen, wie in Tonbechern Salzkuchen gebacken wurden. Wie man Salz gewann und wie man es mit Salzstreuern wieder verlor, diesen Weg stellt das Museum nach. Wer darüber hinaus gehen will, folgt entlang der Festungsmauern dem Pfad zum „Salztümpel“ und trifft dabei auf Reste der Militärarchitektur und des Stiftes Saint-Léger.
Ohne Salz ist alles fad. Auch die Macht verlangte nach kostbarer Würze. So wundert es nicht, dass in der Salzsiedlung Marsal bereits im 13. Jahrhundert Salinen und Bollwerke auf Geheiß des Bischofs von Metz zusammen gehörten. Klerus und Adel kämpften um das Salz. 1663 nimmt sich Festungsbaumeister Vauban im Auftrag des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Marsal vor. Während Moyenvic, Chateau-Salins und Dieuze weiter Salz fördern, sammelt Marsal seit 1699 als Garnisonsstadt mit sieben Bastionen Soldaten, bis 1870 Teile der Anlage geschleift werden.
Das Salzmuseum Marsal vereinigt Militär- sowie Technikgeschichte. In der „Porte de France“, dem ehemals von Vauban errichteten Stadttor neben der Kaserne zeigen Nachbauten eines Salzofens und von „Briquetagen“ genannten Gestängen, wie in Tonbechern Salzkuchen gebacken wurden. Wie man Salz gewann und wie man es mit Salzstreuern wieder verlor, diesen Weg stellt das Museum nach. Wer darüber hinaus gehen will, folgt entlang der Festungsmauern dem Pfad zum „Salztümpel“ und trifft dabei auf Reste der Militärarchitektur und des Stiftes Saint-Léger.
