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Historisches Steinkohlebergwerk "Guido" ausgezeichnet
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19.07.10
Tage der Industriekultur Rhein-Main 2010 - Automatisch gut!
Vom 10. bis 15. August 2010 dreht sich alles wieder um Industriekultur bei den "Tagen der...
Erlebnisbergwerk Velsen
Velsener Straße 1
66333 Völklingen
Saarland
SaarLorLux
Germany
Tel +0049 (0) 0681 - 40500
Webseite >>
Das Objekt
Das Bergwerk Velsen ist eine für das Saarrevier typische Anlage. Deren Geschichte begann 1899 mit dem Abteufen des Rosselschachtes. 1904 begann die Kohleförderung. 1965 verlor die Grube ihre Selbständigkeit. Der Förderstandort wurde stillgelegt. Velsen verblieb einzig der Gustavschacht zur Grubenbewetterung und Seilfahrt des neuen Verbundbergwerks Warndt. Neben der Grube Duhamel in Ensdorf ist hier die letzte noch offene saarländische Grube.
Der Name der Grube war dabei Programm. Denn sie trägt den Namen des preußischen Oberberghauptmanns Gustav von Velsen. Gruben nach preußischen Beamten und Ministern zu benennen, war im Saarrevier keine Seltenheit. Ebenso entsprach die Anordnung von Arbeits- und Sozialräumen der strenge Hierarchie von Direktoren, Beamten und Arbeiten einer Grube. Auch die in Velsen errichtete Siedlung war mit Häusern für Arbeiter und Angestellte sowohl unter preußischer wie unter französischer Verwaltung ein getreues Abbild der Betriebsstrukturen.
Die beiden Schächte der Grube betrieb 1916 eine von der Zweibrücker Maschinenfabrik Dingler konstruierte Zwillingsdampfmaschine. Nach ihrem Umbau 1936 dampft eine Maschine als Zeugnis der preußischen Bergbauära im Saarrevier mit 2400 PS bis heute weiter. Das ebenfalls 1916 gebaute Fördergerüst ist als Fachwerkkonstruktion bis heute erhalten. Das historische Torhaus mit Walmdach und die Pferdeställe, die nach dem Anschluss der Grube im Jahr 1907 an die Eisenbahn nutzlos wurden, grüßen aus einer Zeit, als der Bergbau die bestimmende Industrie war.
Wie man die Kohle aus dem Berg holt, erfahren auch Nicht-Bergleute im Erlebnisbergwerk Velsen am eigenen Leib. Das beginnt beim Einfahren in den Stollen, wo Walzenschrämlader und Bohrhämmer auf die Besucher warten. Wie Kohle gewonnen wurde, welche technischen Geräte man dafür brauchte, welche Bedeutung Pumpen hatten und wie Mensch und Material Untertage transportiert wurden, ob mit dem Förderband, der Elektrolok, das alles kann man hier nicht zur sehen, sondern auch in Betrieb nehmen.
Der Name der Grube war dabei Programm. Denn sie trägt den Namen des preußischen Oberberghauptmanns Gustav von Velsen. Gruben nach preußischen Beamten und Ministern zu benennen, war im Saarrevier keine Seltenheit. Ebenso entsprach die Anordnung von Arbeits- und Sozialräumen der strenge Hierarchie von Direktoren, Beamten und Arbeiten einer Grube. Auch die in Velsen errichtete Siedlung war mit Häusern für Arbeiter und Angestellte sowohl unter preußischer wie unter französischer Verwaltung ein getreues Abbild der Betriebsstrukturen.
Die beiden Schächte der Grube betrieb 1916 eine von der Zweibrücker Maschinenfabrik Dingler konstruierte Zwillingsdampfmaschine. Nach ihrem Umbau 1936 dampft eine Maschine als Zeugnis der preußischen Bergbauära im Saarrevier mit 2400 PS bis heute weiter. Das ebenfalls 1916 gebaute Fördergerüst ist als Fachwerkkonstruktion bis heute erhalten. Das historische Torhaus mit Walmdach und die Pferdeställe, die nach dem Anschluss der Grube im Jahr 1907 an die Eisenbahn nutzlos wurden, grüßen aus einer Zeit, als der Bergbau die bestimmende Industrie war.
Wie man die Kohle aus dem Berg holt, erfahren auch Nicht-Bergleute im Erlebnisbergwerk Velsen am eigenen Leib. Das beginnt beim Einfahren in den Stollen, wo Walzenschrämlader und Bohrhämmer auf die Besucher warten. Wie Kohle gewonnen wurde, welche technischen Geräte man dafür brauchte, welche Bedeutung Pumpen hatten und wie Mensch und Material Untertage transportiert wurden, ob mit dem Förderband, der Elektrolok, das alles kann man hier nicht zur sehen, sondern auch in Betrieb nehmen.
