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Aktuelles:

08.04.14

Welt unter Tage. Neue Perspektiven für die Bergbaukultur am Ende des Bergbaus

Fachtagung am 23.-24. Mai 2014 im ERIH Ankerpunkt LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund

 


04.04.14

ERIH Jahreskonferenz 2014 - Jetzt Vorträge einreichen

Thema der diesjährigen Konferenz ist "Networks of Industrial Heritage. Founding - Managing -...


02.12.13

ERIH Konferenz 2013 - Vorträge jetzt zum Download verfügbar

Die Jahreskonferenz 2013 fand, nach fünf Jahren, wie der im Ruhrgebiet statt.


Internationales Glaszentrum (CIAV) Meisenthal und Glasmuseum


Place Robert Schuman
57960 Meisenthal
Lorrain
France
Tel +33 (0) 387 - 968716

Webseite >>

Das Objekt

Wälder und Sand gibt es in den Nordvogesen genug, um seit Ende des 15. Jahrhunderts Glas zu machen. 1794 entstand eine Glashütte, deren späterer Ruhm sich mit dem Namen Emile Gallé verknüpft. Von 1866 bis 1870 ließ er offiziell, bis 1894 inoffiziell in Meisenthal produzieren. Im 20. Jahrhundert fertigte man hier Pressglas, um nach 1945 zum Glasmacherhandwerk zurückzukehren. Doch die Zeichen der Zeit verlangten bei der Glasherstellung Effizienz und Ökonomie, so das 1969 die Glashütte schloss.

Meisenthal und Gallé gehören zusammen. Schon Charles Gallè, der Vater des bedeutenden Glasmachers und Fabrikanten Emile Gallé arbeitete mit der von Mathieu Burgun betriebenen Glashütte in Meisenthal zusammen. Zwischen 1885 und 1894 fertigte die „ausführende Hand Gallés“, der Leiter des Malerateliers, Désiré Christian an 20 Tagen im Monat ausschließlich nach den Entwürfen Emil Gallés. Die Pointe dieser Zusammenarbeit setzten die politischen Verhältnisse. Denn Meisenthal gehörte nach dem Krieg von 1870/71 zu Deutschland, während Nancy, der Geschäftssitz des Patrioten Gallés war. Daher wurden die in Meisenthal von Désiré Christian gefertigten Glasobjekte mit dem Namenszug Gallés und der Ortsangabe „Nancy“ versehen.

Die Glashütte lag danieder, aber nicht ihr Erbe. Ehemalige Glasarbeiter schlossen sich 1975 zusammen und gründeten ein Glasmuseum. Dessen Geschichte verbindet sich mit der 1989 gegründeten Hochschule der Bildenden Künste Saar. Seit 1992 finden Workshops mit international angesehenen Glaskünstlern und Designer wie Borek Sipek, Jasper Morrison oder Enzo Mari für Studierende der Kunstschulen in Saarbrücken und Nancy statt. Aufgrund der Förderung aus regionalen Strukturfonds der Europäischen Union entstand das Internationale Glaszentrum und die Glashalle als Ausstellungs- wie Veranstaltungsort. Von der Galerie des Glaszentrums schaut man Glasbläsern bei ihrem höllisch heißen Tun zu schauen und kann im Anschluss daran gläserne Weihnachtskugeln, Kreisel oder Stücke der in Meisenthal produzierten Serien kaufen.