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15.05.13
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Die ERIH Jahreskonfernz 2013 – Back in the Ruhr
Konferenzthema: “Measuring the benefits of...
10.03.13
Ergebnisse der ERIH Konferenz 2012
Mehr als 100 Teilnehmer aus 15 europäischen Ländern nahmen an der ERIH Konferenz 2012 im September...
21.02.13
Vorträge für Konferenz gesucht: Rust, Regeneration and Romance: Iron and Steel Landscapes and Cultures
Das Ironbridge International Institute for Cultural Heritage, die Universität Birmingham and der...
Zinkhütter Hof
Museum für Industrie-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Cockerillstraße 90
52222 Stolberg
Kreis Aachen
NRW
Germany
Tel +49 (0) 2402 - 903130
Webseite >>
Das Objekt
Der große Augenblick ist gekommen. Gespannt blicken Kinderaugen auf die Form. Wird das Werk gelingen? Ja – soeben haben die jungen Besucher zusammen mit einem Museumsmitarbeiter eine Messingmünze gegossen, die, entsprechend poliert, wie Gold glänzt. Die Materialien Messing und Zink beherrschen einen Großteil der Ausstellung im Zinkhütter Hof in Stolberg. Der Name der Anlage verrät es: Wo früher Zink hergestellt wurde, ist heute die Geschichte dieses Metalls und seines „goldenen Bruders” Messing anschaulich dargestellt. Vor allem das „Allerweltsmetall” Zink zeigt sich in seiner ganzen Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten: ob als fein verzierter Becher oder als Schüssel., als Kirchturmhahn oder Badewanne, als kleiner Kruzifix oder als komplette Wandverkleidung. Noch um 1900 war dieses Metall im Alltag allgegenwärtig.
Kupfer, Messing und Zink haben auch ganz entscheidend zur wirtschaftlichen Blüte der Stadt Stolberg am Rande der Eifel beigetragen. Noch heute kann man in der Stolberger Altstadt die schönen, überwiegend im 17. und 18. Jahrhundert errichteten Kupferhöfe sehen. Es sind meist aus Bruchstein gemauerte, vierseitig geschlossenen Anlagen, die als Wohn- und Produktionsstätten dienten. Um 1700 gab es in Stolberg bereits an die 40 Kupfermeister, die jeweils im Schnitt sechs bis acht Schmelzöfen betrieben und insgesamt ca. 20.000 Zentner Kupfer verarbeiteten. Durch Zusetzen des in der Nähe abgebauten zinkhaltigen Galmeierzes zum Kupfer entstand Messing, der Exportschlager Stolbergs. Noch heute gibt es Nachfolgebetriebe in der Stadt, die aus den historischen Ursprüngen heraus Metalle mit Hilfe modernster Technologie verarbeiten, z.B. Kabelwerke. Speziell aus der Drahtproduktion hat sich in Stolberg auch ein anderer Wirtschaftszweig entwickelt und es zur Weltruhm gebracht: die Nadel- und Kurzwarenindustrie.
Den Bogen von der heutigen, modernen Produktion zu den historischen Arbeitsbedingungen schlägt das Museum Zinkhütter Hof. Anschaulich wird hier der mühsame Weg des Metalldrahts zur fertigen Nadel, wie er sich noch im 19. Jahrhundert vollzog, an Originalmaschinen vorgeführt. Und wer es noch nicht wusste, hier wird er aufgeklärt über den „Klenkes”, den Aachener Gruß mit dem erhobenen kleinen Finger. Er stammt aus dem Arbeitsprozess der Nadler, die mit dem ausgestreckten kleinen Finger die Nadeln auf ihre Gleichmäßigkeit prüften.
Kupfer, Messing und Zink haben auch ganz entscheidend zur wirtschaftlichen Blüte der Stadt Stolberg am Rande der Eifel beigetragen. Noch heute kann man in der Stolberger Altstadt die schönen, überwiegend im 17. und 18. Jahrhundert errichteten Kupferhöfe sehen. Es sind meist aus Bruchstein gemauerte, vierseitig geschlossenen Anlagen, die als Wohn- und Produktionsstätten dienten. Um 1700 gab es in Stolberg bereits an die 40 Kupfermeister, die jeweils im Schnitt sechs bis acht Schmelzöfen betrieben und insgesamt ca. 20.000 Zentner Kupfer verarbeiteten. Durch Zusetzen des in der Nähe abgebauten zinkhaltigen Galmeierzes zum Kupfer entstand Messing, der Exportschlager Stolbergs. Noch heute gibt es Nachfolgebetriebe in der Stadt, die aus den historischen Ursprüngen heraus Metalle mit Hilfe modernster Technologie verarbeiten, z.B. Kabelwerke. Speziell aus der Drahtproduktion hat sich in Stolberg auch ein anderer Wirtschaftszweig entwickelt und es zur Weltruhm gebracht: die Nadel- und Kurzwarenindustrie.
Den Bogen von der heutigen, modernen Produktion zu den historischen Arbeitsbedingungen schlägt das Museum Zinkhütter Hof. Anschaulich wird hier der mühsame Weg des Metalldrahts zur fertigen Nadel, wie er sich noch im 19. Jahrhundert vollzog, an Originalmaschinen vorgeführt. Und wer es noch nicht wusste, hier wird er aufgeklärt über den „Klenkes”, den Aachener Gruß mit dem erhobenen kleinen Finger. Er stammt aus dem Arbeitsprozess der Nadler, die mit dem ausgestreckten kleinen Finger die Nadeln auf ihre Gleichmäßigkeit prüften.
