Aktuelles:
15.05.13
ERIH Jahreskonferenz 2013 - Bitte Termin vormerken und Call for papers now open
Die ERIH Jahreskonfernz 2013 – Back in the Ruhr
Konferenzthema: “Measuring the benefits of...
10.03.13
Ergebnisse der ERIH Konferenz 2012
Mehr als 100 Teilnehmer aus 15 europäischen Ländern nahmen an der ERIH Konferenz 2012 im September...
21.02.13
Vorträge für Konferenz gesucht: Rust, Regeneration and Romance: Iron and Steel Landscapes and Cultures
Das Ironbridge International Institute for Cultural Heritage, die Universität Birmingham and der...
Das Objekt
Guben, eine Kleinstadt in Ost-Brandenburg an der heutigen Grenze zu Polen, blickt auf eine Textiltradition zurück, die bis ins Mittelalter reicht. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem der wichtigsten europäischen Zentren für die Herstellung von Filzhüten. Grund dafür waren nicht zuletzt die qualitativ hochwertige Wolle der Region und das weiche Wasser der Neiße.
Überdies erfand Carl Gottlieb Wilke 1847 den wasserdichten Filzhut. In den 1920er Jahren produzierten die Gubener Hutwerke rund sechs Millionen Hüte jährlich. Eine weitere Fabrik, die Union-Fez-Fabrik GmbH, versorgte den östlichen Mittelmeerraum mit riesigen Mengen an Fezen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg genossen Gubens Hutmacher höchste Wertschätzung in der damaligen DDR. So trug etwa Erich Honecker regelmäßig Hüte made in Guben. Den wichtigsten Absatzmarkt fanden die örtlichen Hersteller in der ehemaligen UdSSR. Seit den 1990 schwand die Produktion dahin.
Das Museum, untergebracht in einer dreistöckigen einstigen Fabrik, macht mit seiner Sammlung aus Maschinen, Hüten und Fotografien anschaulich, wie die Gubener Hutindustrie funktionierte und wie es kam, dass eine Kleinstadt einige Jahrzehnte lang den Weltmarkt kontrollierte.
Überdies erfand Carl Gottlieb Wilke 1847 den wasserdichten Filzhut. In den 1920er Jahren produzierten die Gubener Hutwerke rund sechs Millionen Hüte jährlich. Eine weitere Fabrik, die Union-Fez-Fabrik GmbH, versorgte den östlichen Mittelmeerraum mit riesigen Mengen an Fezen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg genossen Gubens Hutmacher höchste Wertschätzung in der damaligen DDR. So trug etwa Erich Honecker regelmäßig Hüte made in Guben. Den wichtigsten Absatzmarkt fanden die örtlichen Hersteller in der ehemaligen UdSSR. Seit den 1990 schwand die Produktion dahin.
Das Museum, untergebracht in einer dreistöckigen einstigen Fabrik, macht mit seiner Sammlung aus Maschinen, Hüten und Fotografien anschaulich, wie die Gubener Hutindustrie funktionierte und wie es kam, dass eine Kleinstadt einige Jahrzehnte lang den Weltmarkt kontrollierte.
