Aktuelles:
15.05.13
ERIH Jahreskonferenz 2013 - Bitte Termin vormerken und Call for papers now open
Die ERIH Jahreskonfernz 2013 – Back in the Ruhr
Konferenzthema: “Measuring the benefits of...
10.03.13
Ergebnisse der ERIH Konferenz 2012
Mehr als 100 Teilnehmer aus 15 europäischen Ländern nahmen an der ERIH Konferenz 2012 im September...
21.02.13
Vorträge für Konferenz gesucht: Rust, Regeneration and Romance: Iron and Steel Landscapes and Cultures
Das Ironbridge International Institute for Cultural Heritage, die Universität Birmingham and der...
Nationales Eisenerzbergbaumuseum
Luxembourg Musee National des Mines de Fer
Carreau de la Mine Walert
1714 Rumelange
Luxembourg
Tel +352 (0) 56 - 5688
Webseite >>
Das Objekt
Fast 150 Jahre, von 1824 bis 1964, gruben Bergleute in Rumelange um den „Roches Rouges“, den Roten Felsen, nach Eisenerz. Die Ausbeutung von Mensch und Rohstoffen war gewaltig. In 12-Stunden-Schichten schufteten 70 bis 90 Bergmänner ohne Sicherheitsvorkehrungen, ohne Sozialleistungen in Nässe und Dunkelheit in der im Volksmund „Mausefalle“ genannten Grube Walert. 3,9 Millionen Tonnen Eisenerz förderten die Luxemburger Erzgruben 1895. 1913 waren es schon 7,3 Millionen. Die Grubenbesitzer und Hüttenherren zogen daraus ihren Gewinn, die Arbeiter stets den Kürzeren. Darum kämpften und streikten sie, oft genug vergebens, für ihre Rechte. Dann war alles aus, und es war an der Zeit, anderen von dieser Arbeit zu erzählen. 1973 gründeten das Großherzogtum Luxemburg und die Gemeinde Rumelange das Nationale Eisenerzbergbaumuseum von Luxemburg, wobei dessen Gestaltung in den Händen ehemaliger Bergmänner lag.
Was die Männer einst bewegt hatten, ruht nun still und starr als Gesteinsbrocken in dem zum Ausstellungsraum umgerüsteten Lokschuppen umgeben von Loren mit und ohne Gestein, auf Schienen oder aufgebockt auf Steinsäulen. Allerlei Gerät, mit dem man das Eisenerz aus dem Berg schlug, Fotos von den Bergleuten bei der Arbeit ergänzen die Sammlung. Doch hier gibt es auch etwas zum Erleben. Schutzhelm auf, auf die Lok und schon geht auf 20-minütiger Fahrt 580 Meter tief in den Stollen hinein. Ein Netz von Schienen durchzieht Haupt- und Nebenstollen. Direkt vor Ort in der 90 Meter Untertage liegenden Kirchbergkammer erklären ehemalige Bergleute, mit welchem Gerät man hier bei immer gleichen 10 Grad Temperatur das Eisenerz schlug.
Nicht nur das Museum, sondern auch die Umgebung um die Grube Walert betreuen die ehemaligen Bergmänner. Grün schlägt aus den geschundenen Erzadern aus. Jetzt heilt der Mensch, was er zuvor verletzte. Zwei Rundgänge führen den Besucher zu Kalkstein und Eisenerz, das in Steinbrüchen gebrochen, für das Zubereiten des Gusseisens gebraucht wurde.
Was die Männer einst bewegt hatten, ruht nun still und starr als Gesteinsbrocken in dem zum Ausstellungsraum umgerüsteten Lokschuppen umgeben von Loren mit und ohne Gestein, auf Schienen oder aufgebockt auf Steinsäulen. Allerlei Gerät, mit dem man das Eisenerz aus dem Berg schlug, Fotos von den Bergleuten bei der Arbeit ergänzen die Sammlung. Doch hier gibt es auch etwas zum Erleben. Schutzhelm auf, auf die Lok und schon geht auf 20-minütiger Fahrt 580 Meter tief in den Stollen hinein. Ein Netz von Schienen durchzieht Haupt- und Nebenstollen. Direkt vor Ort in der 90 Meter Untertage liegenden Kirchbergkammer erklären ehemalige Bergleute, mit welchem Gerät man hier bei immer gleichen 10 Grad Temperatur das Eisenerz schlug.
Nicht nur das Museum, sondern auch die Umgebung um die Grube Walert betreuen die ehemaligen Bergmänner. Grün schlägt aus den geschundenen Erzadern aus. Jetzt heilt der Mensch, was er zuvor verletzte. Zwei Rundgänge führen den Besucher zu Kalkstein und Eisenerz, das in Steinbrüchen gebrochen, für das Zubereiten des Gusseisens gebraucht wurde.
