Aktuelles:
15.05.13
ERIH Jahreskonferenz 2013 - Bitte Termin vormerken und Call for papers now open
Die ERIH Jahreskonfernz 2013 – Back in the Ruhr
Konferenzthema: “Measuring the benefits of...
10.03.13
Ergebnisse der ERIH Konferenz 2012
Mehr als 100 Teilnehmer aus 15 europäischen Ländern nahmen an der ERIH Konferenz 2012 im September...
21.02.13
Vorträge für Konferenz gesucht: Rust, Regeneration and Romance: Iron and Steel Landscapes and Cultures
Das Ironbridge International Institute for Cultural Heritage, die Universität Birmingham and der...
Museum für Industriearchäologie und Textilien
MIAT - Museum voor Industriële Archeologie en Textiel
Minnemeers 9
9000 Gent
Belgium
Tel +32 (0) 9 - 2694200
Webseite >>
Das Objekt
Ballenbrecher, Schlagmaschine, Streckbank: Was sich anhört wie das Instrumentarium einer Folterkammer, ist in Wirklichkeit der Maschinenpark einer historischen mechanischen Baumwollspinnerei. Eine ganze Etage widmet das Museum für Industriearchäologie und Textilien (MIAT) in Gent der Textilfabrikation. Der Grund: Baumwolle war der Motor der industriellen Entwicklung des Ortes. Nicht umsonst residiert das Museum in einer historischen Textilfabrik. Sie bildet den Rahmen für eine glänzende Gesamtschau zur Geschichte der industriellen Gesellschaft von 1750 bis heute. Inhaltliche Schwerpunkte wie Kinderarbeit, der Einfluss der Industrialisierung auf die sozialen Verhältnisse, das Inventar historischer Betriebe – beispielsweise einer Druckerei – und Hunderte von vielfach noch funktionsfähigen Maschinen aller Art machen den Rundgang zu einem spannenden Rendezvous mit unserer industriellen Vergangenheit. Pädagogische Schaukästen mit Museumsspielen zum Ausprobieren sprechen besonders Familien und Schülergruppen an. Das oberste, per Aufzug bequem zu erreichende Museumsstockwerk bietet einen spektakulären Blick über die Genter Altstadt.
Seine Geschichte
Dass ein Baumwollballen im feuchten Kalkutta mehr wiegt als ein gleich großer Ballen im trockenen Kairo, klingt logisch. Kaum jemand jedoch macht sich klar, dass scheinbar einfache Wahrheiten wie diese ganze Industrien bestimmen. Hier setzt das MIAT an. In hochkarätigen Dauer- und Sonderausstellungen fügt es Details und Einzelschicksale zu einem Ganzen. Die Hauptrolle dabei spielt Gent, bis zum I. Weltkrieg unbestrittenes Zentrum der belgischen Textilindustrie. Was das für die Menschen bedeutete, zeigt der nachgebaute Salon eines reichen Kaufmanns ebenso wie die Rekonstruktion einer kleinen Arbeiterwohnung in einem der vielen armseligen Hinterhofquartiere. In diesem Umfeld kam Pierre De Geyter zur Welt, der später in Lille „Die Internationale“ vertonte. Das Museum ehrt den Komponisten mit einer Bronzestatue. Sie überragt den so genannten Farbengarten des Museums mit etwa vierzig Pflanzen, die zum handwerklichen Färben von Textilien benutzt wurden. So entstehen Zusammenhänge.
Das MIAT ist ein relativ neues Museum. Seit 1990 hat es seinen Platz in der ehemaligen Baumwollspinnerei Desmet-Guéquier. Das Gebäude aus dem Jahr 1905 ist Ausdruck einer Epoche, in der Gent als das „Manchester des Kontinents“ galt. Die Objekte, Dokumente und Maschinen des Museums umspannen einen Zeitrahmen von 1750 bis heute. Sie illustrieren die Geschichte der industriellen Gesellschaft, in der wir heute leben. Zu den herausragenden Ausstellungsstücken gehört eine Spinnmaschine des Typs Mule Jenny, die der Genter Fabrikant Lieven Bauwens um 1800 aus England nach Gent schmuggelte und damit die erste industrielle Revolution in Flandern einleitete. Die Gegenwart veranschaulichen so genannte intelligente Textilien aus synthetischen Stoffen, die in Flandern gefertigt werden. Das Hauptgebäude des Museums zählt fünf Stockwerke und beherbergt die verschiedenen Sammlungen. Museumscafè und –shop sowie ein multifunktionales Auditorium befinden sich in einem 1994 in Gebrauch genommenen Nebengebäude.
Das MIAT ist ein relativ neues Museum. Seit 1990 hat es seinen Platz in der ehemaligen Baumwollspinnerei Desmet-Guéquier. Das Gebäude aus dem Jahr 1905 ist Ausdruck einer Epoche, in der Gent als das „Manchester des Kontinents“ galt. Die Objekte, Dokumente und Maschinen des Museums umspannen einen Zeitrahmen von 1750 bis heute. Sie illustrieren die Geschichte der industriellen Gesellschaft, in der wir heute leben. Zu den herausragenden Ausstellungsstücken gehört eine Spinnmaschine des Typs Mule Jenny, die der Genter Fabrikant Lieven Bauwens um 1800 aus England nach Gent schmuggelte und damit die erste industrielle Revolution in Flandern einleitete. Die Gegenwart veranschaulichen so genannte intelligente Textilien aus synthetischen Stoffen, die in Flandern gefertigt werden. Das Hauptgebäude des Museums zählt fünf Stockwerke und beherbergt die verschiedenen Sammlungen. Museumscafè und –shop sowie ein multifunktionales Auditorium befinden sich in einem 1994 in Gebrauch genommenen Nebengebäude.
Öffnungszeiten
Dienstag - Sonntag 10.00-18.00 Uhr
Führungen möglich; fremdsprachliche Führungen;
Führungen möglich; fremdsprachliche Führungen;
Service-Einrichtungen
Empfohlene Aufenthaltsdauer 1,5 Stunden
Dauer einer geführten Tour 90 Minuten
Eintritt kostenpflichtig
Barrierefreier Zugang vollständig
Angebote für Kinder museumspädagogische Angebote, Führungen für Kinder, Wickelraum
Gastronomie Café, Picknickplätze
Museumsshop Ja

Tourismusinformation
Veranstaltungen >>