Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Der Hofmöbelfabrikant Ludwig Alter (1847-1908) ließ den viergeschossigen Bau 1905/06 vom Darmstädter Architekten Karl Klee (1871-1927) als Möbelfabrik errichten. Klee wählte für das heute denkmalgeschützte Gebäude, dem er eine klassische Gliederung gab, die damals fortschrittliche Stahlbeton-Konstruktion. Die mit gelbem Klinker verkleidete Fassade zeigt in den Fensterbrüstungen in Beton gegossene Jugendstilreliefs. Damit entwarf Klee Baudekoration im industriellen Maßstab. Die Firma Alter, die sich auch im Flugzeug- und Eisenbahnwaggonbau einen Namen machen konnte, musste in Folge der Wirtschaftskrise 1929 die Liquidation einleiten. Seit 1939 nutzte die Adam Opel AG das Gebäude als Ersatzteil- und Auslieferungslager, daher der frühere Name „Opelbau“.

1992 erwarben das Land Hessen und die Stadt Darmstadt das Gebäude von der Firma Donges Stahlbau GmbH. Nach einem Umbau wurde es als „Haus für Industriekultur“ 1996 von dem gleichnamigen Verein eröffnet. Seit 2001 gehört es als Abteilung für Schriftguss, Schriftsatz und Druckverfahren zum Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Der Sammlungsbestand geht auf die größte europäische Schriftgießerei D. Stempel AG (1895-1985) in Frankfurt a.M. zurück. In drucktechnischen Werkstätten und anhand zahlreicher funktionsfähiger historischer Maschinen zeigt das Museum die Entwicklung im Druckgewerbe von Anfang des 19. Jahrhunderts bis in die 1970er Jahre.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Kirschenallee 88
64293 Darmstadt
Germany
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