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ERIH Jahreskonferenz 2012 - Vorträge können jetzt eingereicht werden
Die diesjährige ERIH Konferenz findet vom 12. bis 14. September 2012 in Amsterdam statt.
5. Pro Torpedo Jahreskonferenz am 25.-26. Mai 2012 in Rijeka, Kroatien
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Die diesjährige ERIH Konferenz wird vom 12. bis 14. September 2012 in Amsterdam/Niederlande...
Regionale Route: Der Industrielle Osten
Sobald der Besucher seinen Fuß auf ostenglischen Boden setzt, wird er von der Vielfalt und beschaulichen Schönheit dieses Landstrichs bezaubert sein. Zwar setzte die Industrielle Revolution hier erst spät ein, doch als es soweit war, erwachte die Region wie ein Riese aus tiefem Schlaf und stellte sich der Herausforderung, die wachsende Bevölkerung der britischen Industrienation mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Allerdings gab es außer Holz kaum Brennstoff, und auch andere Rohstoffe waren knapp. Entsprechend zögerlich ging die Entwicklung der Industrie vonstatten, gesteuert durch den jeweiligen Bedarf in Landwirtschaft, Handel und Bauwesen.
Der Betriebsame Osten (Industrious East), wie sich die Regionalroute Ostengland auch nennt, führt ins Herz des industriellen Erbes. Er feiert den Fleiß der hier beheimateten Menschen und preist ihre Erfolge und Leistungen. Ob Ingenieure und Erfinder oder Arbeiter, die über Jahrhunderte hinweg weder Anstrengungen noch Mühen scheuten: Ihr aller Werk macht die Regionalroute wieder lebendig. Insofern sind die Standorte der Route nicht nur großartige Monumente oder Museen, sondern auch Fundgruben des kollektiven Gedächtnisses. Hier erwarten den Besucher Erlebnisse, die die Vorstellungskraft anregen und zugleich seine Kenntnisse über die Industriegeschichte erweitern. Die Zeugnisse kleinindustrieller Strukturen und Transportwege und ihr Fortbestand bis in die heutige Zeit versprechen lebensnahe Geräusche, Gerüche und Erinnerungen.
Während der Industrialisierung kamen die Menschen der Region mit Firmen wie Paxmans, Marconi, Norvic und vielen anderen hocheffizienten Betrieben in Berührung. Englands Osten brachte zahlreiche international bekannte Marken hervor, denen die ehemaligen Beschäftigten immer noch Respekt und Ehrfurcht zollen. Die Produkte dieser Firmen zieren heute eine Reihe von regionalen Sammlungen und Museen.
Als der am niedrigsten gelegene Landstrich Englands verfügt der Osten über ein reiches Erbe an Wasser- und Windmühlen, die ursprünglich der Entwässerung dienten oder als Getreide- bzw. Walkmühlen Verwendung fanden. In Einzelfällen sind jedoch auch Papier- und Sägemühlen belegt wie auch solche, die maschinelle Anlagen in den Ställen antrieben. Im 18. Jahrhundert war jede erdenkliche Stelle, die sich zum Wasserantrieb eignete, von einem Mühlenwerk besetzt. Oft fehlten jedoch natürliche Energiequellen gerade da, wo sie am meisten gebraucht wurden. Hier sprang der Dampf als Antriebskraft ein. Früher als in manch anderer Region setzte er Fabriken, Brauereien und Landmaschinen in Gang.
Ostengland war der Geburtsort der landwirtschaftlichen Revolution, die bereits vor der Dämmerung der Industriellen Revolution einsetzte. Schon im frühen 18. Jahrhundert wurden Grundbesitzer wie Edward Coke of Holkham auf produktive und intensive Bewirtschaftungsmethoden in Holland aufmerksam. Dies ging einher mit dem Zuwachs an wissenschaftlichen Erkenntnissen. Coke, Townsend und andere führten neue Pachtbedingungen auf ihren Ländereien ein. Später, im Zuge des so genannten Victorian High Farming, dass sich durch eine ausgeklügelte Fruchtfolge und Mischwirtschaft auszeichnete, ereignete sich eine zweite landwirtschaftliche Revolution in Gestalt beweglicher Dampf- und Zugmaschinen, die die Produktivität enorm steigerten. Wichtigstes Getreide zu jener Zeit war die Gerste. Ein Großteil davon kam in Brauereien als Malz zum Einsatz. Ostengland war die Heimat einiger der landesweit größten Tennen zum Mälzen. Die Gerstenkörner wurden großflächig ausgestreut, um vor ihrer Röstung im Ofen natürlich zu keimen. Dieses Verfahren erforderte große Flächen. Im späten 19. Jahrhundert entstanden riesige Mälzereien in Snape in Suffolk – heute weltberühmt als Veranstaltungsort von Konzerten – sowie in Mistley in Essex und an vielen anderen Uferstandorten.
Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. Besuchen Sie uns und entdecken Sie die reichhaltigen industriellen Zeugnisse. Lernen Sie das Leben herausragender Unternehmer und Erfinder kennen und erleben Sie den Einsatz und die Unterstützung, die die einfachen Arbeiter zum Erfolg beisteuerten.
Der Betriebsame Osten – ein Fest zu Ehren der Menschen und ihrer unvergänglichen industriellen Hinterlassenschaften an historischen Plätzen der Region.







