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DB Museum


Lessingstraße 6
90443 Nürnberg
Bayern
Germany
Tel +49 (0) 180 - 4442233

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Das Objekt

Nürnberg 1835: Große Erwartungen begleiten die Fahrt der ersten deutschen Eisenbahn mit Dampfkraft. Wahre Wunder soll sie vollbringen, die Wirtschaftskrise überwinden, die Gesellschaft modernisieren und die nationale Einheit herstellen. Und tatsächlich steht die ganze sechs Kilometer lange Eisenbahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth am Anfang einer Entwicklung, die Deutschland in ein neues Zeitalter katapultiert. Fortan wird die Welt kleiner. Schon bald reisen vergnügte Städter zum Picknick ins Grüne, umgekehrt strömen Arbeitskräfte vom Land in die Städte. Der Aufbruch ins Industriezeitalter bekommt Siebenmeilenstiefel, der Fortschritt nimmt seinen Lauf. Das DB Museum in Nürnberg zeichnet diese Entwicklung bis in die Gegenwart nach. Ein spannender Rundgang setzt mit Hilfe moderner Ausstellungstechnik rund 175 Jahre deutsche Eisenbahngeschichte in Szene: vom prunkvollen „Wartesaal für Allerhöchste Herrschaften“ bis zum Eisenbahnergärtchen mit (ausgestopfter) Ziege, vom Salonwagen König Ludwigs II. bis zum ICE. Gleich mehrere Modellbahnlandschaften veranschaulichen die Veränderungen von Stadt und Land durch die Jahrzehnte, Nachwuchs-Lokführer kommen am Fahrsimulator auf ihre Kosten, und bei schönem Wetter lockt zusätzlich das Freigelände mit zwei alten Stellwerksgebäuden und einer Museumseisenbahn.

Seine Geschichte

Wo immer sie auftrat, sorgte das unermüdliche Rattern ihrer Räder für Bewegung. War die aufstrebende Schwerindustrie zuvor auf die Transportwege der Binnenschifffahrt angewiesen, stand jetzt ein Verkehrsmittel zur Verfügung, das selbst größte Lasten schnell und zielgenau verteilte. Und galt eine Reise im Zeitalter der Postkutsche noch als kostspielig und mühsam, fuhren nun Sommerfrischler im Takt geregelter Fahrpläne in die Berge oder ans Meer. Die Eisenbahn verlieh nicht nur der technischen Entwicklung immer neue Schubkraft, sie veränderte auch die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Bedingungen. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg sie zum Massentransportmittel auf, bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 waren in Deutschland insgesamt 62.000 Kilometer Gleise verlegt. 1920 entstand mit der Gründung der Deutschen Reichsbahn das erste gesamtstaatliche und einheitlich verwaltete Bahnunternehmen. Im folgenden Jahrzehnt erhielt die technische Innovationskraft neuen Auftrieb und führte zu einem wahren Geschwindigkeitsrausch, versinnbildlicht in der Rekordfahrt des Schienenzeppelins und am Beispiel des seinerzeit berühmten Schnelltriebwagens „Fliegender Hamburger“. Der Höhenflug endete jäh mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die die Reichsbahn zur logistischen Stütze ihrer Vernichtungspolitik machte. Der Neuanfang im geteilten Nachkriegsdeutschland stand unter sehr unterschiedlichen Vorzeichen: Im Osten musste sich die Bahn gegen die Zwänge sozialistischer Planwirtschaft behaupten, im Westen gegen die immer drückendere Überlegenheit des Autos. Erst die Wiedervereinigung 1989 setzt der Zeit der getrennten Gleise ein Ende.
Das Nürnberger DB Museum dokumentiert diese wechselvolle Geschichte auf vielfältige Weise. Dazu gehören Modelle, Simulatoren, Erlebnisräume, eine original erhaltene Bahnhofshalle sowie rund 30 historische und zeitgenössische Schienenfahrzeuge.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 09.00-17.00 Uhr
Führungen möglich; fremdsprachliche Führungen;

Service-Einrichtungen

Eintritt kostenpflichtig Barrierefreier Zugang vollständig Angebote für Kinder museumspädagogische Angebote, Führungen für Kinder Gastronomie Restaurant Besucherzentrum beim Objekt Ja Museumsshop Ja