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15.05.13
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Die ERIH Jahreskonfernz 2013 – Back in the Ruhr
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10.03.13
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21.02.13
Vorträge für Konferenz gesucht: Rust, Regeneration and Romance: Iron and Steel Landscapes and Cultures
Das Ironbridge International Institute for Cultural Heritage, die Universität Birmingham and der...
Mynydd Parys und Porth Amlwch
The Sail Loft, Porth Amlwch
Amlwch
Isle of Anglesey
LL68 9DB
Great Britain
Webseite >>
Das Objekt
Daß der nordwalisische Berg Mynydd Parys Kupfer enthielt, wußte man schon in der Bronzezeit. Wieviel davon allerdings im Boden schlummerte, kam erst 1768 ans Licht. Das hatte ungeahnte Folgen. Dazu gehört Admiral Nelsons Sieg in der Seeschlacht von Trafalgar – indirekt jedenfalls. Denn die britischen Schiffe trugen am Rumpf eine Verkleidung aus Kupfer, die sie besonders wendig machte. Das nennt man technischen Vorsprung. Natürlich kam das Kupfer aus den Erzgruben von Mynydd Parys. Zu jener Zeit kam Kupfer fast immer aus Mynydd Parys. Der weltweite Export ließ den benachbarten Hafen von Amlwch fast aus den Nähten platzen. Heute ist dort ein Industriemuseum untergebracht. Es ist zugleich Ausgangspunkt für einen Rundweg in die bewegte Vergangenheit des Ortes. Die umfaßt unter anderem die Reste ehemals bedeutender Werften und das wohl einzige britische Trockendock, das ausschließlich aus natürlichem Felsgestein besteht. Ein weiterer Rundweg erschließt die Bergwerke des Mynydd Parys mit ihren klaffenden Abgründen und altehrwürdigen Maschinen. Dabei bieten sich immer wieder reizvolle Ausblicke über eine einzigartige Industrielandschaft.
Seine Geschichte
Eine Flasche Whiskey und lebenslängliche Befreiung von der Miete – damit war Rowland Puw der meisten Sorgen ledig. Der Grund für die Belohnung: Am 2. März 1768 hatte der Mienenarbeiter auf dem Berg Parys in Nordwales riesige Kupfervorkommen aufgespürt. Die Entdeckung machte aus der abgelegenen Gegend mit einem Schlag ein Zentrum der Frühindustrialisierung. Schon bald beherrschten die Mienen von Mynydd Parys mit einer Fördermenge von mehr als 3000 Tonnen Kupfer pro Jahr die einschlägigen Weltmärkte. Bleibende Spuren hinterließ besonders der Tagebau. Noch heute gähnen riesige Gruben wie künstliche Schluchten, in die die Arbeiter an Seilen herabgelassen wurden und das Kupfererz aus den Steilwänden schlugen. Später wanderte der Bergbau unter die Erde und folgte den Metalladern bis zu einer Tiefe von 300 Metern. Frauen und Kinder kamen dort unten nicht zum Einsatz – für damalige Verhältnisse eine höchst fortschrittliche Errungenschaft. Umso typischer für Mynydd Parys waren die „Copper Ladies“, die „Kupferdamen“, die über Tage in langen Reihen nebeneinander saßen und mit flachen Eisenhämmern die großen Erzbrocken in kleine, handliche Portionen zerteilten. Pferdekarren brachten das kostbare Material in die rund vier Kilometer entfernten Schmelzöfen von Amlwch. Der ehemals verschlafene Hafen war dank der örtlichen Bergbauindustrie um 1800 zum zweitgrößten Ort von Wales angewachsen. Ungezählte Schiffsladungen gingen von hier nach Swansea und Liverpool und weiter in alle Welt. Nebenprodukte der Mienen wie Ocker, Schwefel und Alaun förderten die Ansiedlung einer bedeutenden chemischen Industrie, und die zunehmend entstehenden Werften genossen einen ausgezeichneten Ruf. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sank der Stern von Amlwch – die Kupfervorräte von Mynydd Parys gingen zur Neige. Damit endete ein bedeutendes Kapitel britischer Industriegeschichte und zugleich eine Bergbautradition, die nach Ausweis archäologischer Funde bereits in der Bronzezeit begann.
Öffnungszeiten
Besucherzentrum in Porth Amlwch:
Ostern bis Oktober täglich von 10.00-17.00 Uhr
Führungen möglich;
Ostern bis Oktober täglich von 10.00-17.00 Uhr
Führungen möglich;
Service-Einrichtungen
Empfohlene Aufenthaltsdauer 1-4 Stunden
Eintritt frei
Barrierefreier Zugang bitte Hinweise auf Webseite beachten
Gastronomie Café, Gastronomie in der Nähe
Besucherzentrum beim Objekt Ja
Museumsshop Ja

Tourismusinformation